Lippstadt ist eine mittelgroße Stadt mit rund 70.000 Einwohnern im nord-östlichen NRW, zwischen Dortmund, Bielefeld, Paderborn und dem Sauerland.
Die historische Altstadt lädt mit ihrer Fußgängerzone zum Bummeln ein und beeindruckt durch viele Fachwerkhäuser, von denen einige nach dem Stadtbrand von 1656 erbaut wurden. Nur wenige hundert Meter vom historischen Rathaus entfernt, beginnt der „Grüne Winkel“, eine grüne Oase entlang der Lippe.
Der Name „Lippstadt“ leitet sich vom Adelsgeschlecht „zur Lippe“ ab, deren Name natürlich vom Fluss Lippe stammt, der durch die nördliche Altstadt Lippstadts fließt. Ursprünglich hieß die Stadt schlicht „Stadt zur Lippe“ oder kurz „Stadt Lippe“.
Außerhalb der Altstadt findet sich moderne Industrie und die Hochschule im MINT-Bereich. Damit ist Lippstadt ein Beispiel für den Wandel westfälischer Städte von einer ehemaligen Festungsstadt (Garnisonsstadt) zu einer Industrie- und Bildungsstadt der Gegenwart.
Was Lippstadts Ursprung historisch von anderen westfälischen Städten abhebt, ist, dass sie nicht zufällig entstand: Lippstadt wurde 1185 als erste Planstadt Westfalens gegründet und blickt damit auf eine ziemlich klar abgrenzbare Stadtgeschichte von 840 Jahren zurück.
Lippstadt war bis 1975 Kreisstadt des Kreises Lippstadt, gehört aber seit der kommunalen Neugliederung zum Kreis Soest, dessen größte Stadt Lippstadt ist. Die Städte sind eingebettet in einem Becken zwischen dem Münsterland im Norden, dem südlich gelegenen Haarstrang und dem Paderborner Land im Osten.
Das prägende Naturelement in Lippstadt ist die Lippe, die das Stadtgebiet durchzieht. Im historischen Stadtkern verzweigt sie in mehrere Arme, sogenannte Umfluten, die letzte Zeugnisse der einstigen Festungsanlagen sind. Diese wasserreiche Lage hat Lippstadt den Beinamen „Das Venedig Westfalens“ eingebracht.
Lange bevor Lippstadt als Planstadt gegründet wurde, existierte im heutigen Stadtgebiet eine Kaufmannssiedlung, die heute Nikolai-Viertel genannt wird. Dort befand sich ein Vorläuferbau der heutigen Nicolaikirche. Die strategische Lage an der Lippefurt machte den Ort zum Kreuzungspunkt wichtiger Handelsrouten: Hier trafen die Nord-Süd-Verbindung zwischen Frankfurt und Lübeck sowie die West-Ost-Verbindung zwischen Münster und Paderborn aufeinander.
Die Edelherren zur Lippe, deren Geschichte urkundlich ab etwa 1090 mit Bernhard I. und Hermann I. greifbar wird, gründeten im heutigen Ortsteil Cappel ein Kloster für ↗Prämonstratenserinnen.
Im Sächsischen Krieg (1177-1181) wurde das Nicolaiviertel von den Truppen des Kölner Erzbischofs zerstört - als Rache dafür, dass Bernhard II. den Herzog von Sachsen unterstützt hatte.
Wahrscheinlich im Jahr 1185 gründete Bernhard II. seine „Stadt zur Lippe“ als erste Planstadt Westfalens. Eine Legende dazu ist die sogenannte Mantel-Anekdote. Bernhard stiftete außerdem ein Kloster für Augustiner-Chorfrauen, aus dessen Stiftskirche später die heutige Stiftsruine hervorging. 1190 gründete Bernhard II. auch die Stadt Lemgo.
Lippstadt wuchs rasch. Bereits um 1220 entstand die Lippstädter Stadtrechts-Urkunde, die als Vorlage für weitere Stadtgründungen diente. Die Marienkirche wurde um 1190 als Marktkirche begonnen, die Jakobi-Kirche folgte um 1240.
Ein weiteres Kloster wurde um 1280 gestiftet, nämlich nach der Hochzeit von Kunigunde von der Lippe und Friedrich von Hoerde. Die beiden stifteten in Lippstadt das Brüderkloster, an dem 1281 die Brüderkirche gebaut wurde.
Das Prägen von Münzen spielte ebenfalls eine Rolle: Ab 1231 prägten Lippstädter Münzmeister zunächst englische Münzen nach;
ab Mitte des 13. Jahrhunderts auch eigene Münzen mit der Lippe-Rose (Lippische Rose).
Ein literarisches Lob auf die Stadtgründerfamilie, das Epos „Lippiflorium“ des Schulleiters Justinus,
entstand um 1250 und ist ein frühes Zeugnis des Bildungswesens in der Stadt.
Im Jahr 1253 schloss sich Lippstadt einem Schutzbund mit Soest, Dortmund, Münster und später Osnabrück an („Werner Bund“). Lippstadt wurde um 1280 Mitglied der Hanse, wo sie sich durch Soest vertreten ließ. Erst zur Endzeit der Hanse stieg Lippstadt zur Prinzipalstadt auf - eine herausragende Stellung, die Lippstadt bis zur Auflösung des Städtebundes 1669 behielt.
Die Verpfändung der Stadt 1376 an Engelbert von der Mark - um das Lösegeld für den gefangenen Simon III. zur Lippe aufzubringen - und die Soester Fehde (1444-1449) führten schließlich zu einer geteilten Herrschaft (Samtherrschaft) über Lippstadt, die von 1445 an gemeinsam von der Grafschaft Lippe und dem Herzogtum Kleve ausgeübt wurde. Diese ungewöhnliche Doppelherrschaft sollte fast 400 Jahre andauern.
1524 begann die Reformation in Westfalen mit Predigten des Lippstädter Augustiner-Mönchs Dr. Johannes Westermann in der Brüderkirche. Seine gedruckten Fastenpredigten gelten als das erste evangelische Buch Westfalens und machten Lippstadt zu einem der ersten Druckerei-Standorte der Region.
Der Weg zur lutherischen Konfession war allerdings kein gerader: Wegen des eigenmächtig eingestellten protestantischen Predigers verhängten die Landesherren 1531 eine Handels- und Verkehrssperre über Lippstadt. Die Stadt stand 1532 vor dem Ruin, kapitulierte 1533 und musste 1535 sogar alle kirchlichen Neuerungen formal zurücknehmen. Erst 1538 wurde die lutherische Kirchenordnung in der Grafschaft Lippe dauerhaft eingeführt.
Das 17. Jahrhundert war geprägt von schweren Schicksalsschlägen. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) nutzte Herzog Christian von Braunschweig die befestigte Stadt 1621 als Hauptquartier und besetzte die Burg Lipperode, während seine Truppen Paderborn und Münster plünderten. Es folgte eine sechswöchige Belagerung Lippstadts (1623) durch die Truppen der Katholischen Liga.
Stadtbrände verwüsteten die Stadt mehrfach: 1642 brannte ein Drittel aller Häuser, 1656 - während viele Bürger bei der Kirmes in Mastholte weilten - vernichtete das Feuer 336 Häuser. Als wäre das nicht genug, raffte 1673 eine Fleckfieberseuche von den ursprünglich rund 3.000 Einwohnern 2.000 Menschen dahin.
Einen besonders dunklen Abschnitt bildet die Hexenverfolgung in Lippstadt:
1630 wurden 23 Frauen und 6 Männer als Hexen und Hexer verurteilt und mit dem Schwert hingerichtet.
Im gleichen Jahr entkam die junge Anna Maria Crevet dem Verfolgungswahn, indem sie nach Magdeburg floh
- sie ist eine direkte Vorfahrin des Erfinders Werner von Siemens.
2015 rehabilitierte der Lippstädter Stadtrat alle 29 Hingerichteten symbolisch als unschuldig.
Im 18. Jahrhundert war Lippstadt eine der am stärksten befestigten Städte Westfalens. Um 1760 umgab die Stadt ein breites System aus Stadtmauern, Wällen, Gräben und vorgelagerten Posten von bis zu 200 Metern Breite. Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) wurde Lippstadt 1757/58 von den Franzosen besetzt. Nach dem Friedensschluss ordnete König Friedrich II. von Preußen 1763 die Schleifung der Festungswerke an. 600 Pioniere aus Minden erledigten monatelang den Abriss, indem die Wälle in die Gräben umgeschichtet wurden.
1710 war bereits die erste Lippstädter Zeitung erschienen, herausgegeben vom Postmeister Pöppelmann
- angeblich die älteste Zeitung zwischen Rhein und Weser.
Die Handelsbedeutung der Stadt zeigte sich auch darin, dass Lippstadt 1777 als wichtigstes Grenzpostamt zwischen Preußen und Taxis galt:
Alle Briefe aus dem Reich, der Schweiz und Italien in Richtung Westen und Ostfriesland mussten über Lippstadt befördert werden.
Das 19. Jahrhundert brachte entscheidende politische und wirtschaftliche Umbrüche. 1806 besetzten die Franzosen die Stadt erneut, nachdem Preußen die Schlacht bei Jena verloren hatte. Nach dem Wiener Kongress und der Gründung der preußischen Provinz Westfalen 1815 wurde 1817 der Kreis Lippstadt im Regierungsbezirk Arnsberg gegründet.
Die fast vier Jahrhunderte andauernde Samtherrschaft endete 1851 friedlich: Der Lippstädter Rat bat den König von Preußen, die Stadt aus dem hälftigen Lippischen Besitz freizukaufen. Für eine jährliche Rente von 9.120 Reichstalern entließ Fürst Leopold die Stadt 1851 in die vollständige preußische Zugehörigkeit.
Der Eisenbahn-Anschluss von 1850 (Linie Hamm-Kassel) war ein entscheidender Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung. Lippstadts Bürgermeister Bertram hatte erfolgreich durchgesetzt, dass die Bahnlinie für Lippstadt einen Umweg nahm anstatt durch Erwitte geführt zu werden.
In der Folge entstanden erste Industriebetriebe: 1860 begann hier das Eisenwerk Linhoff, aus dem später das Drahtwerk „Westfälische Union“ hervorging - jahrzehntelang der größte Arbeitgeber der Stadt. Die Einwohnerzahl Lippstadts stieg durch die Industrialisierung innerhalb weniger Jahre von rund 5.000 auf über 11.000 (Stand 1885).
Das bedeutendste Unternehmen wurde jedoch aus bescheidenen Anfängen heraus geboren: 1895 kaufte Sally Windmüller eine Fabrik für Fahrzeuglaternen und verlegte sie nach Lippstadt. 1908 erfanden hier Ingenieure den Autoscheinwerfer - und die Firma WMI wurde später unter ihrem Markennamen HELLA weltbekannt.
Parallel zur Industrialisierung entwickelten sich Bildung, Kultur und Infrastruktur. 1848 gründete Carl Weinert die Tageszeitung „Der Patriot“, die bis heute erscheint. 1842 wurde die Stadtsparkasse gegründet, 1852 das erste evangelische Krankenhaus sowie eine Höhere Töchterschule - eine von damals nur 11 solcher Schulen in ganz Westfalen.
Der Biologie-Lehrer Hermann Müller unterrichtete ab 1855 am Ostendorf-Gymnasium und entdeckte die Co-Evolution bei Insekten und Blütenpflanzen; er stand in Briefkontakt mit Charles Darwin.
Das 20. Jahrhundert begann vielversprechend:
1901 wurde der markante Wasserturm gebaut, der heute unter Denkmalschutz steht.
1905 wurde eine Königlich Preußische Artillerie-Werkstatt von Köln-Deutz nach Lippstadt verlegt
- und die mitgereisten Arbeiter brachten den rheinländischen Karneval nach Lippstadt.
1912 löste der Besuch des Zeppelins „Viktoria Luise“ einen Massenandrang von 20.000 Zuschauern aus.
Der Erste Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren: Fast 600 Lippstädter kehrten nicht zurück.
Der Steckrübenwinter 1916/17 und die britische Seeblockade führten zu Hunger und Mangelversorgung.
1920 wurde der Bernhardbrunnen mit der Stadtgründer-Statue eingeweiht, auch als Denkmal für die Gefallenen.
In der NS-Zeit wurde der amtierende Bürgermeister 1933 durch die NSDAP abgesetzt. 1936 wurde Lippstadt erneut Garnisonsstadt: Eine Flak-Kaserne wurde gebaut, dazu der Fliegerhorst Lipperbruch. Die Rüstungsindustrie wuchs stark: HELLA hatte 1937 erstmals 1.000 Mitarbeiter.
1938 wurde die Synagoge in der Reichspogromnacht zerstört. Pastor Martin Niemöller, in Lippstadt geborener Pfarrer, predigte 1937 in der Marienkirche gegen den Nazi-Rassismus und wurde daraufhin verhaftet - er verbrachte acht Jahre in Konzentrationslagern. 1942 begannen die Deportationen der jüdischen Bevölkerung; an sie erinnern heute Stolpersteine, die seit 2021 verlegt werden.
Am 1. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen Lippstadt. Am Lippstädter Wasserturm wurde der sogenannte Ruhrkessel geschlossen - das Ende des Kampfes um das Ruhrgebiet. 700 Zwangsarbeiterinnen aus den Lippstädter Eisen- und Metallwerken (LEM), die auf einen Todesmarsch Richtung Bergen-Belsen getrieben wurden, wurden bei Kaunitz von US-Einheiten befreit.
Die Währungsreform von 1948, der Marshall-Plan und das deutsche Wirtschaftswunder schufen die Grundlagen für neuen Wohlstand. HELLA wuchs zu einem international bedeutenden Automobilzulieferer heran.
1975 wurde durch die kommunale Gebietsreform die heutige Struktur mit 18 Ortsteilen geschaffen, wodurch
die Einwohnerzahl rechnerisch von 42.000 auf 64.000 stieg.
Im gleichen Jahr wurde der Kreis Lippstadt aufgelöst und Lippstadt wurde dem Kreis Soest zugeordnet.
Ein besonderes Zeichen der Zeit: 1975 wurde mit Dr. Barbara Christ die erste Bürgermeisterin
in der 800-jährigen Stadtgeschichte gewählt.
Das Stadttheater mit 787 Sitzplätzen eröffnete 1973.
Fußball: Karl-Heinz Rummenigge, Lippstadts überregional bekanntester Sohn, war 1980 Torschützenkönig der deutschen Fußballmeisterschaft.
Die Lange Straße wurde zur Fußgängerzone und es wurden Spielgeräte aufgestellt.
Die 1980er und 90er Jahre brachten aber auch wirtschaftliche Einschnitte und eine hohe Arbeitslosenzahl.
Und die Großraumdisko KU brannte ab.
1993 zogen die britischen Streitkräfte nach jahrzehntelanger Präsenz feierlich ab.
In der Gegenwart entwickelt Lippstadt sich weiter: 2009 nahm die Hochschule Hamm-Lippstadt den Betrieb auf, deren modernes Gebäude 2014 fertiggestellt wurde. Im Mai 2026 wurde das Richtfest des neuen Stadthauses am ehemaligen Güterbahnhof gefeiert, und die Südtangente als lang ersehnte Verkehrsentlastung befindet sich in Vorbereitung.
Die wichtigste Verkehrsader ist die Bundesstraße B55, die als Umgehungsstraße in nord-südlicher Richtung an Lippstadt vorbeiführt und hier teilweise vierspurig ausgebaut ist. Im Norden führt die B55 zur Autobahn A2 (Dortmund-Hannover), im Süden bei Erwitte zur Autobahn A44 (Dortmund-Kassel) und zur B1.
Der Bahnhof Lippstadt liegt an der Bahnstrecke Hamm–Warburg und wird im Fernverkehr von ICE- und IC-Zügen bedient. Es gibt umsteigefreie Verbindungen unter anderem nach Kassel und Gera. Die frühere direkte ICE-Verbindung nach München wurde Ende 2025 eingestellt.
Und im Bahn-Nahverkehr: Der RE 11 (Rhein-Hellweg-Express) verbindet Lippstadt mit Düsseldorf und Kassel-Wilhelmshöhe und verkehrt grundsätzlich im Stundentakt. Die Strecke verläuft über Hamm, Dortmund, Bochum, Essen und Düsseldorf bzw. über Paderborn nach Kassel-Wilhelmshöhe. Ergänzt wird das Angebot durch die RB 89 (Ems-Börde-Bahn), die Lippstadt mit Hamm, Münster und Paderborn verknüpft.
Die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE), 1883 als Warstein-Lippstädter Eisenbahn gegründet, hat ihren Sitz in Lippstadt und betreibt heute hauptsächlich Güterverkehr. Eine Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Strecke Warstein-Münster wird diskutiert.
Der nächste Regionalflughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt bei Büren-Ahden. Mitgründer war 1971 der Kreis Lippstadt.
Lippstadt verfügt über ein breites Bildungsangebot. Zu den Gymnasien zählen das traditionsreiche Ostendorf-Gymnasium (gegründet als Lateinschule, seit 1555 lutherisches Gymnasium), das Evangelische Gymnasium, das Gymnasium Schloss Overhagen sowie das Gymnasium Marienschule in Lipperbruch. Hinzu kommen mehrere Realschulen, eine Gesamtschule - und für die Erwachsenenbildung die VHS.
Seit 2009 ist Lippstadt Hochschulstandort: Die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) bietet ingenieurwissenschaftliche und wirtschaftliche Studiengänge an. Das moderne Campusgebäude unweit der Innenstadt wurde 2014 fertiggestellt.
Das Herzstück der Stadt ist die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, von denen viele nach dem großen Stadtbrand von 1656 entstanden. 1973 wurde das Stadttheater mit 787 Sitzplätzen eröffnet.
Zu den beliebtesten Stadtfesten zählt das viertägige Altstadtfest im Frühsommer, sowie die Herbstwoche (seit 1926) im Oktober, bei der die gesamte Innenstadt zu einem Kirmesgelände wird.
Das Lippstädter Schützenfest in der Stadtmitte hat Wurzeln, die bis ins 15. Jahrhundert reichen. Das Lippstädter Schützenkleinod von 1532 gilt als das älteste Westfalens.
Kanufahrten auf der Lippe haben eine lange Tradition: Bereits 1951 fand der erste NRW-Kajak-Slalom an der Burgmühle statt. Lippstadt brachte auch erfolgreiche Kanu-Slalom-Fahrerinnen hervor: Ulrike Deppe wurde 1981 Weltmeisterin, Jasmin Schornberg 2009.
Lippstadt hat mehrere überregional bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht:
• David Gans (1541-1613), jüdischer Astronom und Universalgelehrter, war in Prag mit Tycho Brahe befreundet und schrieb über die Weltmodelle von Kopernikus und Kepler.
• Johannes Cincinnius (1485-ca. 1555) übersetzte als erster die Geschichte der Varusschlacht ins Deutsche.
• Caspar Ulenberg (1549-1619) schuf als zum Katholizismus konvertierter Theologe eine deutsche Bibelübersetzung als Gegenpol zur Lutherbibel.
• Martin Niemöller (1892-1984) war Theologe und NS-Widerständler.
• Karl-Heinz Rummenigge (*1945) wuchs in Lippstadt auf und wurde einer der bekanntesten deutschen Fußballer.
• Der Erfinder Werner von Siemens (1816-1892) ist zwar kein gebürtiger Lippstädter, aber seine Vorfahrin Anna Maria Crevet stammt aus der Stadt.