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Renaturierung der Lippe-Aue
(Text siehe unten)

Die folgenden HD-Videos über die obere Lippe und ihre Re­natu­rierung wurden im März 2019 von den Bezirks­regierungen Arns­berg und Detmold unter dem Titel „Alles im Fluss“ ver­öffent­licht. Teilen erlaubt.
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Teil 1
     Eigendynamik: Die Kraft des Wassers
Länge 3:50 Minuten (ca. 195 MB)

Teil 2
     Frühere Begradigung der Lippe
Länge 2:38 Minuten (ca. 132 MB)

Teil 3
     Die Renaturierung
Länge 7:33 Minuten (ca. 387 MB)

Die ursprüngliche Lippe war breit und flach, und schlängelte sich in einer Folge von Fluss­schlingen durch die Land­schaft. Nach hohen Wasserständen blieben in der Aue stehende Gewässer zurück, die Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Kleintiere boten.

Der flache Fluss war jedoch nicht für Mühlen oder Schiffe nutzbar. 1788 begann in Lipp­stadt die Sand­baggerei in der Lippe (Familie Erdmann, Sand­baggerei 1788-1972) und ab 1818 wurde die Lippe für die Schiff­fahrt ver­tieft, begradigt, aufge­staut und von Dämmen und Stein­schüttungen einge­zwängt (Lippe-Schiff­fahrt 1818-1870).

Um 1970 war von der ursprüng­lichen Lippe-Aue kaum noch etwas übrig ge­blieben. Acker­flächen reichten bis nah an das künst­liche Ufer. Wasser­qualität, Gewässer­flora und -fauna waren in einem durch­gehend schlechten Zustand.

Ab 1996 wurde die Lippe bei Benning­hausen (Kloster­mersch) und dann bei Helling­hausen re­naturiert. Dazu erwarb der Lippe­verband mit Förder­mitteln der NRW-Stiftung 260 Hektar Ufer­fläche, die durch Erb­teilung klein­teilig im Besitz zahl­reicher Eigen­tümer war.

Die Flächen der re­naturierten Aue werden durch die ABU betreut, die Arbeits­gemein­schaft Biolo­gischer Umwelt­schutz im Kreis Soest e.V. Die ABU hält in der Lippe­aue z.B. vier Herden (fast) frei­lebender Rinder, derzeit ca. 80 Tiere, sowie Pferde. Die Helling­hauser Mersch dient als halb-offene Weide­land­schaft, in der sich die Taurus­rinder und Konik­pferde frei bewegen können. Ihre histo­rischen Vor­bilder sind Auer­ochsen und Wild­pferde.
Text/Zusammenfassung: Jörg Rosenthal.
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Quellen:
• Alles im Fluss, Bezirksregierung Arnsberg
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